![]()
Gary Grigsbys War in Russia (Ur-Version SSI 1983/84)
Überarbeitete Version (Matrix Games 2000)
In einer der letzten Ausgabe der Zeitschrift Gamestar bemängelte
ein Redakteur bei einem Spieltest (Reach for the Stars), das
sich nichts an dem Spielprinzip gegenüber dem Vorgänger
geändert hat. Doch muss ein unterhaltsames Spielprinzip wirklich
unbedingt verbessert bzw. "verschlimmbessert" werden?Ich nehme mir deshalb den Test zum Anlaß um mir bei
Matrixgames das Spiel "War in Russia" 2.0 runterzuladen,
da dies eines der ersten Spiele war, die ich während meiner
Anfangstage auf dem C64 gespielt hatte.Nach dem Download der ca. 8 MB großen Datei und einer
problemlosen Installation, wurde das Spiel gestartet. Nach dem
der erste Schock über die Grafik (So was habe ich wirklich
gespielt?) und dem fehlenden Sound überwunden war, begann
ich mit den ersten Spielzüge. Dabei störte doch etwas die
am Anfang umständliche Steuerung, die man jedoch relativ
schnell beherrscht. Neben den strategischen Überlegungen (welche
Ziele will ich mit welchen Einheiten erreichen), gab (gibt) es auch
erste Anzeichen für ein Produktions- und Materialmanagment
(produziere ich viele schwache Einheiten oder einige wenige starke)![]()
Nach den ersten Anfangserfolgen meiner Einheiten und starken
Verlusten für die Computer-KI dachte ich schon, daß das Spiel
gewonnen wäre, so wie man es von anderen Spiele
(Echtzeitstrategietitel wie Age of Empires, C & C-Serie, aber
auch den neueren Teilen von Panzergeneral) her kennt.![]()
Leider hatte ich vergessen, das die Computer-KI die SSI seinen
ersten Spielen gönnte, mit zu den besten gehörte, die jemals
auf den Markt kamen und jeder Fehler gnadenlos ausgenutzt wird.
Und so dauerte es nicht lange, bis mein euphorischer Angriff
gegen Moskau zum Erliegen kam und ich mich auf dem Rückzug
befand. Nach 4h Stunden Spielzeit (geplant war eigentlich nur![]()
ein kurzes Anspielen), war ich dann besiegt. Aber beim nächsten
Mal wird alles anders :-))).Fazit:
Die veraltete Grafik und der fehlende Sound mag für viele ein
Grund sein "War in Russia" nicht zu spielen. Aber wer sich
an solchen Nebensächlichkeiten, die für Strategiespiele
auch nicht unbedingt wichtig sind, nicht stört, wird sicher
einige Tage bzw. Wochen Spielspass an diesem Titel haben,
v.a. wegen der guten und starken Computer-KI, die ich in dieser
Form bei vielen heutigen Spiele schmerzlich vermisse. Lediglich
das nur in englisch vorliegende Handbuch mag ein Handicap sein.Ich kann nur hoffen, daß MatrixGames in der bisherigen Weise
weiter macht und alte Perlen für den PC wieder neu entdeckt.
Ich würde mich über eine Partie Kampfgruppe oder PanzerStrike
bestimmt begeistern können.Review von Christoph
Nachtrag (vom 06.11.2000)
Die Spielzeit ist natürlich höher als 4 Stunden. Auf Nachfrage
beim Gastautor kam folgende Antwort "Ich hatte zwar nie
geschrieben, daß ich nach 4h siegreich war, sondern habe lediglich
erkannt, daß es mit diesen Mittel die mir zur Verfügung standen
ein Sieg nicht mehr möglich wäre"War in Russia gab es 1983/84 für Atari u. Apple 8Bit Systeme.
(Nicht wie im Beitrag geschrieben fürn C-64)
1990 kam Secont Front welches ein runderneuertes War in
Russia darstellte. 1993 kam War in Russia welches ein
überarbeitetes Second Front ist. 2000 überarbeitete
Matrix Games die 93er War in Russia Version welche
oben gespielt wurde. (Akutelle Patches sind bei
MatrixGames Verfügbar) Ob dies die letzte War in
Russia Version von Gary Grigsby war? Ich hoffe nicht!
Links:
MatrixGames (Neben War in Russia liegt auch Pacific War
welches auf dem selben Gameengine aufbaut zum Download
bereit)War in Russia Atari 8-Bit
Version (Galerie der Klassiker)
Freier Dos Speicher:
Wer Probs beim Spielstart hat sollte mit "Memmaker"
seinen Freien Dosspeicher Optimieren.
(Memmaker liegt DOS > V5.0 bei bzw. liegt im Dos
Ordner der Win95/98 CD)